Trustpilot

Keyprofi Hilfe · Microsoft SQL Server

SQL-Server-Version, Edition und Instanz prüfen

Build, Wartungsstand, Produktedition sowie Standard- oder benannte Instanz zuverlässig ermitteln

SQL Server 2016 bis 2025 SERVERPROPERTY und @@VERSION Build- und Updateprüfung Standard- und benannte Instanz

Für Installation, Support, Updates und ein Editionsupgrade muss bekannt sein, mit welcher SQL-Server-Instanz Sie tatsächlich verbunden sind. Die Anzeige in SQL Server Management Studio allein reicht dafür nicht immer aus, insbesondere wenn mehrere Instanzen oder SQL-Server-Versionen auf demselben Computer vorhanden sind.

Die folgende Anleitung ermittelt die installierte Produktedition, die vollständige Buildnummer, den CU- oder Service-Pack-Stand, den Server- und Instanznamen sowie wichtige Merkmale der aktuell ausgewählten Datenbank-Engine.

Version und Build prüfen Edition eindeutig bestimmen Instanznamen erkennen Updatezustand vergleichen
Abfrage gilt immer für die aktuelle Verbindung Jede SQL-Server-Instanz muss separat geprüft werden

Eine Abfrage in SSMS zeigt ausschließlich die Eigenschaften der Instanz, mit der das Abfragefenster verbunden ist. Sind auf einem Server mehrere Instanzen installiert, verbinden Sie sich nacheinander mit jeder relevanten Instanz und führen Sie die Prüfung erneut aus.

Edition ist kein Lizenznachweis Die technische Editionsanzeige bestätigt keine Lizenz oder Schlüsselart

SERVERPROPERTY('Edition') zeigt, welche Edition die Datenbank-Engine ausführt. Die Eigenschaften LicenseType und NumLicenses werden von SQL Server nicht als verlässliche Lizenzinformationen gepflegt und dürfen nicht zur Lizenzprüfung verwendet werden.

Passenden Prüfweg auswählen

Prüfung in SQL Server Management Studio vorbereiten

  1. SSMS öffnen und richtige Instanz auswählen

    Verbinden Sie sich mit der zu prüfenden Datenbank-Engine. Bei einer Standardinstanz genügt meist der Servername. Bei einer benannten Instanz verwenden Sie SERVERNAME\INSTANZNAME.

  2. Verbindung im Objekt-Explorer kontrollieren

    Der oberste Eintrag im Objekt-Explorer zeigt den verbundenen Server beziehungsweise die Instanz. Verlassen Sie sich dennoch nicht nur auf diese Beschriftung, sondern bestätigen Sie sie mit der folgenden SQL-Abfrage.

  3. Neues Abfragefenster öffnen

    Wählen Sie „Neue Abfrage“. Kontrollieren Sie in der Statusleiste des Fensters erneut den Server- und Instanznamen, bevor Sie den Befehl ausführen.

Version, Edition und Instanz vollständig abfragen

Kopieren Sie die folgende Abfrage vollständig in das SSMS- Abfragefenster und wählen Sie „Ausführen“:

SELECT CAST(SERVERPROPERTY('MachineName') AS nvarchar(128)) AS MachineName, CAST(SERVERPROPERTY('ComputerNamePhysicalNetBIOS') AS nvarchar(128)) AS PhysicalComputerName, CAST(SERVERPROPERTY('ServerName') AS nvarchar(128)) AS ServerAndInstance, CAST(SERVERPROPERTY('InstanceName') AS nvarchar(128)) AS InstanceName, CAST(@@SERVICENAME AS nvarchar(128)) AS ServiceName, CAST(SERVERPROPERTY('Edition') AS nvarchar(128)) AS Edition, CAST(SERVERPROPERTY('EngineEdition') AS int) AS EngineEdition, CAST(SERVERPROPERTY('ProductVersion') AS nvarchar(128)) AS ProductVersion, CAST(SERVERPROPERTY('ProductMajorVersion') AS nvarchar(128)) AS ProductMajorVersion, CAST(SERVERPROPERTY('ProductLevel') AS nvarchar(128)) AS ProductLevel, CAST(SERVERPROPERTY('ProductUpdateLevel') AS nvarchar(128)) AS ProductUpdateLevel, CAST(SERVERPROPERTY('ProductUpdateReference') AS nvarchar(128)) AS ProductUpdateReference, CAST(SERVERPROPERTY('ProductBuildType') AS nvarchar(128)) AS ProductBuildType, CAST(SERVERPROPERTY('IsClustered') AS int) AS IsClustered, CAST(SERVERPROPERTY('IsHadrEnabled') AS int) AS IsHadrEnabled, CAST(SERVERPROPERTY('IsIntegratedSecurityOnly') AS int) AS IsIntegratedSecurityOnly, CAST(SERVERPROPERTY('Collation') AS nvarchar(128)) AS ServerCollation, CAST(@@SERVERNAME AS nvarchar(128)) AS ConfiguredServerName;
Leere Werte sind nicht automatisch Fehler

Bei einer Standardinstanz ist InstanceName regulär NULL. Auch ProductUpdateLevel, ProductUpdateReference oder ProductBuildType können leer sein, wenn die Angabe für den vorhandenen Build nicht zutrifft oder nicht bereitgestellt wird.

Ergebnis der Diagnoseabfrage auswerten

MachineName
Zeigt den Windows-Servernamen, der der SQL-Server-Instanz zugeordnet ist. Bei einer Failoverclusterinstanz kann dies der virtuelle Netzwerkname sein.
PhysicalComputerName
Zeigt den physischen Windows-Knoten, auf dem die Instanz aktuell ausgeführt wird. Bei einer eigenständigen Installation entspricht dies meist MachineName.
ServerAndInstance
Liefert den vollständigen Servernamen der Verbindung. Bei einer benannten Instanz erscheint beispielsweise SERVER01\BUCHHALTUNG.
InstanceName
Enthält nur den Namen einer benannten Instanz. Bei der Standardinstanz ist der Wert regulär NULL.
ServiceName
Gibt bei der Standardinstanz MSSQLSERVER und bei einer benannten Instanz deren Instanznamen zurück.
Edition
Zeigt die installierte Produktedition, beispielsweise Standard, Enterprise, Evaluation, Developer oder Express einschließlich weiterer Editionsangaben.
ProductVersion
Die vollständige Buildnummer im Format Hauptversion.Nebenversion.Build.Revision. Diese Nummer ist für den Vergleich mit der Microsoft-Buildtabelle maßgeblich.
ProductLevel
Zeigt beispielsweise RTM oder ein Service Pack wie SP3. Ein Wert RTM bedeutet bei neueren SQL-Server-Versionen nicht automatisch, dass keine kumulativen Updates installiert sind.
ProductUpdateLevel
Zeigt, sofern verfügbar, das kumulative Update wie CU14. Der genaue Sicherheits- und Wartungsstand wird immer zusätzlich über ProductVersion geprüft.
ProductUpdateReference
Enthält, sofern bereitgestellt, die zugehörige Microsoft-KB- Nummer des installierten Updates.
IsClustered und IsHadrEnabled
Der Wert 1 weist auf eine Failoverclusterinstanz beziehungsweise aktivierte Always-On-Verfügbarkeitsgruppen hin. Solche Umgebungen erfordern bei Änderungen eine gesonderte Planung.
IsIntegratedSecurityOnly
1 bedeutet ausschließlich Windows-Authentifizierung. 0 bedeutet gemischten Modus mit Windows- und SQL-Server-Authentifizierung.

Hauptversion aus der Buildnummer erkennen

Die erste Zahl von ProductVersion beziehungsweise der Wert ProductMajorVersion ordnet die Instanz einer SQL-Server-Hauptversion zu:

Hauptversion SQL-Server-Version Beispiel
13 SQL Server 2016 13.0.x.x
14 SQL Server 2017 14.0.x.x
15 SQL Server 2019 15.0.x.x
16 SQL Server 2022 16.0.x.x
17 SQL Server 2025 17.0.x.x
SQL Server 2016 Erweiterter Support endete am 14. Juli 2026

Ein aktueller Sicherheitsbuild ändert den Lebenszyklus der Hauptversion nicht. Für neue Produktivumgebungen sollte eine aktuell unterstützte SQL-Server-Version bevorzugt werden, sofern die eingesetzte Fachanwendung damit kompatibel ist.

Edition und EngineEdition richtig einordnen

Für die genaue Produktbezeichnung ist die Spalte Edition maßgeblich. EngineEdition fasst mehrere Editionen technisch zusammen und kann die genaue Edition nicht ersetzen.

EngineEdition = 2
Technische Gruppe für Standard und je nach Version weitere verwandte Editionen. Zur eindeutigen Bestimmung immer zusätzlich Edition auswerten.
EngineEdition = 3
Technische Gruppe für Enterprise, Developer und Evaluation. Der Wert allein unterscheidet diese Editionen nicht voneinander.
EngineEdition = 4
SQL Server Express beziehungsweise eine Express-Variante.
Nach einem Editionsupgrade kontrollieren

Wurde eine Evaluation auf Standard umgestellt, muss Edition anschließend eine Standard-Edition anzeigen. Steht dort weiterhin „Evaluation“, wurde die falsche Instanz geprüft oder das Editionsupgrade wurde nicht erfolgreich abgeschlossen.

Standardinstanz oder benannte Instanz erkennen

Merkmal Standardinstanz Benannte Instanz
InstanceName NULL zum Beispiel BUCHHALTUNG
ServiceName MSSQLSERVER Instanzname
Verbindungsname SERVERNAME SERVERNAME\INSTANZNAME
Dienstanzeige SQL Server (MSSQLSERVER) SQL Server (INSTANZNAME)

Der Anzeigename des Windows-Dienstes und der von @@SERVICENAME zurückgegebene Wert sind nicht identisch formatiert, bezeichnen aber dieselbe Instanz.

Kompakte Versionsanzeige mit @@VERSION verwenden

Für eine schnelle Gesamtausgabe kann zusätzlich folgende Abfrage verwendet werden:

SELECT @@VERSION AS SQLServerVersion;

Das Ergebnis fasst SQL-Server-Version, Build, Architektur, Edition und Angaben zum Hostbetriebssystem in einer Zeichenfolge zusammen. Für eine zuverlässige Weiterverarbeitung und Supportdiagnose sind die getrennten SERVERPROPERTY-Werte jedoch übersichtlicher.

Betriebssystemanzeige richtig verstehen

Die Betriebssystemangabe in @@VERSION stammt vom Host, der virtuellen Maschine oder dem Container und muss nicht exakt der vermarkteten Windows-Produktbezeichnung entsprechen.

Buildnummer und Wartungsstand mit Microsoft vergleichen

  1. ProductVersion vollständig kopieren

    Übernehmen Sie alle vier Zahlenblöcke, beispielsweise 16.0.4135.4. Ein Vergleich nur anhand von „SQL Server 2022“ oder „RTM“ ist zu ungenau.

  2. Build in der offiziellen Microsoft-Tabelle suchen

    Öffnen Sie die aktuelle Versionsverlaufsseite und suchen Sie mit der Browser-Suche nach der exakten Buildnummer. Die Tabelle nennt zugehöriges CU, GDR, Service Pack, KB-Nummer und Veröffentlichungsdatum.

  3. Updatepfad nicht nur anhand der höchsten Zahl auswählen

    Microsoft führt je nach SQL-Server-Version unterschiedliche Wartungszweige, beispielsweise CU- und GDR-Zweige. Prüfen Sie vor der Installation die Microsoft-Hinweise, Anwendungsfreigabe, Sicherung und erforderlichen Neustarts.

  4. Nach dem Update erneut abfragen

    Führen Sie die vollständige Diagnoseabfrage nach Abschluss des Updates erneut auf jeder aktualisierten Instanz aus. Erst die neue ProductVersion bestätigt den tatsächlich aktiven Build.

Installierte Instanzen ohne funktionierende SSMS-Verbindung prüfen

SQL Server-Konfigurations-Manager verwenden

  1. Konfigurations-Manager auf dem Datenbankserver öffnen

    Öffnen Sie den SQL Server-Konfigurations-Manager der installierten SQL-Server-Hauptversion und wählen Sie „SQL Server-Dienste“.

  2. Datenbankmoduldienste identifizieren

    SQL Server (MSSQLSERVER) bezeichnet die Standardinstanz. Jeder Eintrag wie SQL Server (INSTANZNAME) bezeichnet eine benannte Instanz.

  3. Status und Startmodus prüfen

    Nur ein gestarteter Datenbankmoduldienst nimmt neue Verbindungen an. Starten oder konfigurieren Sie SQL-Dienste bevorzugt über den SQL Server-Konfigurations-Manager und nicht durch unkontrollierte Änderungen an Dateien oder Registrierungsschlüsseln.

Featureermittlungsbericht des SQL-Setups erstellen

Der Bericht „Ermittelte installierte SQL Server-Features“ listet lokal installierte SQL-Produkte, Instanzen, Versionen, Editionen und Features auf. Er ist besonders hilfreich, wenn mehrere Installationen vorhanden sind oder keine Verbindung zur Datenbank-Engine gelingt.

  1. SQL Server-Installationscenter öffnen

    Starten Sie das Installationsmedium beziehungsweise das SQL Server-Installationscenter der passenden Hauptversion.

  2. Unter „Tools“ den Ermittlungsbericht öffnen

    Wählen Sie „Ermittelte installierte SQL Server-Features“ und kontrollieren Sie jede aufgeführte Instanz, Edition, Version und Komponente.

  3. Bericht für die Diagnose speichern

    Der Bericht wird zusätzlich im SQL-Setup-Protokollbereich unter %ProgramFiles%\Microsoft SQL Server\<Version>\Setup Bootstrap\Log\ abgelegt. Geben Sie vertrauliche Inhalte nur kontrolliert weiter.

Setup.exe /Action=RunDiscovery

Der Befehlsweg erstellt denselben Ermittlungsbericht. Führen Sie ihn nur aus einem unveränderten, zur SQL-Server-Version passenden Microsoft-Installationsmedium aus.

SSMS-Version und SQL-Server-Version nicht verwechseln

SQL Server Management Studio
Ist das getrennt installierte Verwaltungsprogramm. Die unter „Hilfe“ beziehungsweise „Info“ angezeigte SSMS-Version sagt nicht, welche Datenbank-Engine auf dem Server installiert ist.
SQL Server-Datenbank-Engine
Ist der eigentliche Serverdienst mit Instanzen, Datenbanken und Edition. Dessen Version wird über SERVERPROPERTY oder @@VERSION ermittelt.
Windows beziehungsweise Windows Server
Ist das Betriebssystem des Hosts. Windows-Version, SSMS-Version und SQL-Server-Version sind drei getrennte Angaben.

Häufige Missverständnisse und Prüffehler

SSMS zeigt eine andere Versionsnummer als SQL Server
Das ist regulär. SSMS und Datenbank-Engine sind getrennte Produkte mit eigenen Versionen und Updatezyklen.
InstanceName ist leer
Bei einer Standardinstanz ist NULL der erwartete Wert. Bestätigen Sie dies zusätzlich über @@SERVICENAME = MSSQLSERVER.
ProductLevel zeigt RTM, obwohl Updates installiert wurden
Prüfen Sie ProductUpdateLevel und vor allem die vollständige ProductVersion. Bei neueren Versionen bleibt ProductLevel häufig RTM, obwohl CUs installiert sind.
EngineEdition zeigt 3, erwartet wurde Evaluation
Der Wert 3 umfasst auch Enterprise und Developer. Nur die Spalte Edition nennt die genaue installierte Edition.
Abfrage zeigt eine andere Edition als erwartet
Prüfen Sie zuerst ServerAndInstance. Häufig wurde in SSMS versehentlich eine andere lokale oder entfernte Instanz ausgewählt.
SERVERPROPERTY und @@SERVERNAME unterscheiden sich
Dies kann nach einer Umbenennung oder durch die gespeicherte Serverkonfiguration auftreten. Ändern Sie den registrierten SQL-Servernamen nicht vorschnell; prüfen Sie zuerst Anwendungen, Replikation, Cluster- und Verfügbarkeitskonfigurationen.
Produktversion lässt sich nicht einer CU-Bezeichnung zuordnen
Die Instanz kann sich auf einem GDR-, Service-Pack- oder anderen Wartungszweig befinden. Suchen Sie die exakte Buildnummer in der Microsoft-Versionsliste.
Edition wird angezeigt, aber Lizenzstatus bleibt unklar
Die Abfrage prüft die technische Edition und keinen Kaufbeleg, Lizenzvertrag oder Produktschlüsseltyp. Bewahren Sie Rechnung und Lizenzunterlagen getrennt auf.

Weitere SQL-Server-Hilfen

Offizielle Microsoft-Dokumentation

Microsoft dokumentiert Versionsabfragen, Servereigenschaften, Buildtabellen, Dienst- und Instanznamen sowie den lokalen Featureermittlungsbericht in getrennten technischen Artikeln.

SQL-Server-Version, Edition oder Instanz durch Keyprofi prüfen lassen

Ist die Ausgabe unklar oder weicht die installierte Edition von der erwarteten Edition ab, senden Sie uns bitte:

  • Ihre Bestellnummer, sofern die Anfrage eine Keyprofi-Bestellung betrifft
  • das installierte Windows beziehungsweise Windows Server
  • die verwendete SSMS-Version
  • die vollständige Ergebnistabelle der Diagnoseabfrage
  • die vollständige Ausgabe von SELECT @@VERSION
  • Server- und Instanzname aus dem SSMS-Objekt-Explorer
  • die erwartete Version und Edition
  • die konkrete Frage oder vollständige Fehlermeldung
  • einen ungeschnittenen Screenshot mit lesbarer Ergebnistabelle
  • nur falls erforderlich die letzten fünf Zeichen des Produktschlüssels
E-Mail an den Keyprofi-Support
Ergebnisse und Screenshot manuell hinzufügen

Anhänge und Abfrageergebnisse werden nicht automatisch in die E-Mail eingefügt. Speichern oder kopieren Sie die vollständige Ergebnistabelle und fügen Sie einen ungeschnittenen Screenshot manuell hinzu.

Vollständige Produktschlüssel, SQL-Kennwörter, personenbezogene Daten und vertrauliche Datenbankinhalte dürfen nicht sichtbar sein. Für einen Produktschlüssel genügen ausschließlich die letzten fünf Zeichen.

Betrifft die Anfrage eine fehlgeschlagene SQL-Server-Installation oder ein Editionsupgrade, fügen Sie zusätzlich Summary.txt und gegebenenfalls Detail.txt aus dem jüngsten SQL-Setup-Protokollordner hinzu.

Startseite
Mein Konto
Suche
Warenkorb
545