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Keyprofi Hilfe · Microsoft SQL Server
SQL-Server-Version, Edition und Instanz prüfen
Build, Wartungsstand, Produktedition sowie Standard- oder benannte Instanz zuverlässig ermitteln
Für Installation, Support, Updates und ein Editionsupgrade muss bekannt sein, mit welcher SQL-Server-Instanz Sie tatsächlich verbunden sind. Die Anzeige in SQL Server Management Studio allein reicht dafür nicht immer aus, insbesondere wenn mehrere Instanzen oder SQL-Server-Versionen auf demselben Computer vorhanden sind.
Die folgende Anleitung ermittelt die installierte Produktedition, die vollständige Buildnummer, den CU- oder Service-Pack-Stand, den Server- und Instanznamen sowie wichtige Merkmale der aktuell ausgewählten Datenbank-Engine.
Version und Build prüfen
Edition eindeutig bestimmen
Instanznamen erkennen
Updatezustand vergleichen
Abfrage gilt immer für die aktuelle Verbindung
Jede SQL-Server-Instanz muss separat geprüft werden
Eine Abfrage in SSMS zeigt ausschließlich die Eigenschaften der Instanz, mit der das Abfragefenster verbunden ist. Sind auf einem Server mehrere Instanzen installiert, verbinden Sie sich nacheinander mit jeder relevanten Instanz und führen Sie die Prüfung erneut aus.
Edition ist kein Lizenznachweis
Die technische Editionsanzeige bestätigt keine Lizenz oder Schlüsselart
SERVERPROPERTY('Edition') zeigt, welche Edition die
Datenbank-Engine ausführt. Die Eigenschaften
LicenseType und NumLicenses werden von
SQL Server nicht als verlässliche Lizenzinformationen gepflegt und
dürfen nicht zur Lizenzprüfung verwendet werden.
Passenden Prüfweg auswählen
Prüfung in SQL Server Management Studio vorbereiten
-
SSMS öffnen und richtige Instanz auswählen
Verbinden Sie sich mit der zu prüfenden Datenbank-Engine. Bei einer Standardinstanz genügt meist der Servername. Bei einer benannten Instanz verwenden Sie
SERVERNAME\INSTANZNAME. -
Verbindung im Objekt-Explorer kontrollieren
Der oberste Eintrag im Objekt-Explorer zeigt den verbundenen Server beziehungsweise die Instanz. Verlassen Sie sich dennoch nicht nur auf diese Beschriftung, sondern bestätigen Sie sie mit der folgenden SQL-Abfrage.
-
Neues Abfragefenster öffnen
Wählen Sie „Neue Abfrage“. Kontrollieren Sie in der Statusleiste des Fensters erneut den Server- und Instanznamen, bevor Sie den Befehl ausführen.
Version, Edition und Instanz vollständig abfragen
Kopieren Sie die folgende Abfrage vollständig in das SSMS- Abfragefenster und wählen Sie „Ausführen“:
SELECT
CAST(SERVERPROPERTY('MachineName') AS nvarchar(128)) AS MachineName,
CAST(SERVERPROPERTY('ComputerNamePhysicalNetBIOS') AS nvarchar(128)) AS PhysicalComputerName,
CAST(SERVERPROPERTY('ServerName') AS nvarchar(128)) AS ServerAndInstance,
CAST(SERVERPROPERTY('InstanceName') AS nvarchar(128)) AS InstanceName,
CAST(@@SERVICENAME AS nvarchar(128)) AS ServiceName,
CAST(SERVERPROPERTY('Edition') AS nvarchar(128)) AS Edition,
CAST(SERVERPROPERTY('EngineEdition') AS int) AS EngineEdition,
CAST(SERVERPROPERTY('ProductVersion') AS nvarchar(128)) AS ProductVersion,
CAST(SERVERPROPERTY('ProductMajorVersion') AS nvarchar(128)) AS ProductMajorVersion,
CAST(SERVERPROPERTY('ProductLevel') AS nvarchar(128)) AS ProductLevel,
CAST(SERVERPROPERTY('ProductUpdateLevel') AS nvarchar(128)) AS ProductUpdateLevel,
CAST(SERVERPROPERTY('ProductUpdateReference') AS nvarchar(128)) AS ProductUpdateReference,
CAST(SERVERPROPERTY('ProductBuildType') AS nvarchar(128)) AS ProductBuildType,
CAST(SERVERPROPERTY('IsClustered') AS int) AS IsClustered,
CAST(SERVERPROPERTY('IsHadrEnabled') AS int) AS IsHadrEnabled,
CAST(SERVERPROPERTY('IsIntegratedSecurityOnly') AS int) AS IsIntegratedSecurityOnly,
CAST(SERVERPROPERTY('Collation') AS nvarchar(128)) AS ServerCollation,
CAST(@@SERVERNAME AS nvarchar(128)) AS ConfiguredServerName;
Leere Werte sind nicht automatisch Fehler
Bei einer Standardinstanz ist InstanceName regulär
NULL. Auch ProductUpdateLevel,
ProductUpdateReference oder
ProductBuildType können leer sein, wenn die Angabe für
den vorhandenen Build nicht zutrifft oder nicht bereitgestellt wird.
Ergebnis der Diagnoseabfrage auswerten
- MachineName
- Zeigt den Windows-Servernamen, der der SQL-Server-Instanz zugeordnet ist. Bei einer Failoverclusterinstanz kann dies der virtuelle Netzwerkname sein.
- PhysicalComputerName
-
Zeigt den physischen Windows-Knoten, auf dem die Instanz aktuell
ausgeführt wird. Bei einer eigenständigen Installation entspricht
dies meist
MachineName. - ServerAndInstance
-
Liefert den vollständigen Servernamen der Verbindung. Bei einer
benannten Instanz erscheint beispielsweise
SERVER01\BUCHHALTUNG. - InstanceName
-
Enthält nur den Namen einer benannten Instanz. Bei der
Standardinstanz ist der Wert regulär
NULL. - ServiceName
-
Gibt bei der Standardinstanz
MSSQLSERVERund bei einer benannten Instanz deren Instanznamen zurück. - Edition
- Zeigt die installierte Produktedition, beispielsweise Standard, Enterprise, Evaluation, Developer oder Express einschließlich weiterer Editionsangaben.
- ProductVersion
-
Die vollständige Buildnummer im Format
Hauptversion.Nebenversion.Build.Revision. Diese Nummer ist für den Vergleich mit der Microsoft-Buildtabelle maßgeblich. - ProductLevel
-
Zeigt beispielsweise
RTModer ein Service Pack wieSP3. Ein WertRTMbedeutet bei neueren SQL-Server-Versionen nicht automatisch, dass keine kumulativen Updates installiert sind. - ProductUpdateLevel
-
Zeigt, sofern verfügbar, das kumulative Update wie
CU14. Der genaue Sicherheits- und Wartungsstand wird immer zusätzlich überProductVersiongeprüft. - ProductUpdateReference
- Enthält, sofern bereitgestellt, die zugehörige Microsoft-KB- Nummer des installierten Updates.
- IsClustered und IsHadrEnabled
-
Der Wert
1weist auf eine Failoverclusterinstanz beziehungsweise aktivierte Always-On-Verfügbarkeitsgruppen hin. Solche Umgebungen erfordern bei Änderungen eine gesonderte Planung. - IsIntegratedSecurityOnly
-
1bedeutet ausschließlich Windows-Authentifizierung.0bedeutet gemischten Modus mit Windows- und SQL-Server-Authentifizierung.
Hauptversion aus der Buildnummer erkennen
Die erste Zahl von ProductVersion beziehungsweise der
Wert ProductMajorVersion ordnet die Instanz einer
SQL-Server-Hauptversion zu:
| Hauptversion | SQL-Server-Version | Beispiel |
|---|---|---|
13 | SQL Server 2016 | 13.0.x.x |
14 | SQL Server 2017 | 14.0.x.x |
15 | SQL Server 2019 | 15.0.x.x |
16 | SQL Server 2022 | 16.0.x.x |
17 | SQL Server 2025 | 17.0.x.x |
SQL Server 2016
Erweiterter Support endete am 14. Juli 2026
Ein aktueller Sicherheitsbuild ändert den Lebenszyklus der Hauptversion nicht. Für neue Produktivumgebungen sollte eine aktuell unterstützte SQL-Server-Version bevorzugt werden, sofern die eingesetzte Fachanwendung damit kompatibel ist.
Edition und EngineEdition richtig einordnen
Für die genaue Produktbezeichnung ist die Spalte
Edition maßgeblich. EngineEdition fasst
mehrere Editionen technisch zusammen und kann die genaue Edition nicht
ersetzen.
- EngineEdition = 2
-
Technische Gruppe für Standard und je nach Version weitere
verwandte Editionen. Zur eindeutigen Bestimmung immer zusätzlich
Editionauswerten. - EngineEdition = 3
- Technische Gruppe für Enterprise, Developer und Evaluation. Der Wert allein unterscheidet diese Editionen nicht voneinander.
- EngineEdition = 4
- SQL Server Express beziehungsweise eine Express-Variante.
Nach einem Editionsupgrade kontrollieren
Wurde eine Evaluation auf Standard umgestellt, muss
Edition anschließend eine Standard-Edition anzeigen.
Steht dort weiterhin „Evaluation“, wurde die falsche Instanz geprüft
oder das Editionsupgrade wurde nicht erfolgreich abgeschlossen.
Standardinstanz oder benannte Instanz erkennen
| Merkmal | Standardinstanz | Benannte Instanz |
|---|---|---|
| InstanceName | NULL | zum Beispiel BUCHHALTUNG |
| ServiceName | MSSQLSERVER | Instanzname |
| Verbindungsname | SERVERNAME | SERVERNAME\INSTANZNAME |
| Dienstanzeige | SQL Server (MSSQLSERVER) | SQL Server (INSTANZNAME) |
Der Anzeigename des Windows-Dienstes und der von
@@SERVICENAME zurückgegebene Wert sind nicht identisch
formatiert, bezeichnen aber dieselbe Instanz.
Kompakte Versionsanzeige mit @@VERSION verwenden
Für eine schnelle Gesamtausgabe kann zusätzlich folgende Abfrage verwendet werden:
SELECT @@VERSION AS SQLServerVersion;
Das Ergebnis fasst SQL-Server-Version, Build, Architektur, Edition
und Angaben zum Hostbetriebssystem in einer Zeichenfolge zusammen.
Für eine zuverlässige Weiterverarbeitung und Supportdiagnose sind die
getrennten SERVERPROPERTY-Werte jedoch übersichtlicher.
Betriebssystemanzeige richtig verstehen
Die Betriebssystemangabe in @@VERSION stammt vom Host,
der virtuellen Maschine oder dem Container und muss nicht exakt der
vermarkteten Windows-Produktbezeichnung entsprechen.
Buildnummer und Wartungsstand mit Microsoft vergleichen
-
ProductVersion vollständig kopieren
Übernehmen Sie alle vier Zahlenblöcke, beispielsweise
16.0.4135.4. Ein Vergleich nur anhand von „SQL Server 2022“ oder „RTM“ ist zu ungenau. -
Build in der offiziellen Microsoft-Tabelle suchen
Öffnen Sie die aktuelle Versionsverlaufsseite und suchen Sie mit der Browser-Suche nach der exakten Buildnummer. Die Tabelle nennt zugehöriges CU, GDR, Service Pack, KB-Nummer und Veröffentlichungsdatum.
-
Updatepfad nicht nur anhand der höchsten Zahl auswählen
Microsoft führt je nach SQL-Server-Version unterschiedliche Wartungszweige, beispielsweise CU- und GDR-Zweige. Prüfen Sie vor der Installation die Microsoft-Hinweise, Anwendungsfreigabe, Sicherung und erforderlichen Neustarts.
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Nach dem Update erneut abfragen
Führen Sie die vollständige Diagnoseabfrage nach Abschluss des Updates erneut auf jeder aktualisierten Instanz aus. Erst die neue
ProductVersionbestätigt den tatsächlich aktiven Build.
Installierte Instanzen ohne funktionierende SSMS-Verbindung prüfen
SQL Server-Konfigurations-Manager verwenden
-
Konfigurations-Manager auf dem Datenbankserver öffnen
Öffnen Sie den SQL Server-Konfigurations-Manager der installierten SQL-Server-Hauptversion und wählen Sie „SQL Server-Dienste“.
-
Datenbankmoduldienste identifizieren
SQL Server (MSSQLSERVER)bezeichnet die Standardinstanz. Jeder Eintrag wieSQL Server (INSTANZNAME)bezeichnet eine benannte Instanz. -
Status und Startmodus prüfen
Nur ein gestarteter Datenbankmoduldienst nimmt neue Verbindungen an. Starten oder konfigurieren Sie SQL-Dienste bevorzugt über den SQL Server-Konfigurations-Manager und nicht durch unkontrollierte Änderungen an Dateien oder Registrierungsschlüsseln.
Featureermittlungsbericht des SQL-Setups erstellen
Der Bericht „Ermittelte installierte SQL Server-Features“ listet lokal installierte SQL-Produkte, Instanzen, Versionen, Editionen und Features auf. Er ist besonders hilfreich, wenn mehrere Installationen vorhanden sind oder keine Verbindung zur Datenbank-Engine gelingt.
-
SQL Server-Installationscenter öffnen
Starten Sie das Installationsmedium beziehungsweise das SQL Server-Installationscenter der passenden Hauptversion.
-
Unter „Tools“ den Ermittlungsbericht öffnen
Wählen Sie „Ermittelte installierte SQL Server-Features“ und kontrollieren Sie jede aufgeführte Instanz, Edition, Version und Komponente.
-
Bericht für die Diagnose speichern
Der Bericht wird zusätzlich im SQL-Setup-Protokollbereich unter
%ProgramFiles%\Microsoft SQL Server\<Version>\Setup Bootstrap\Log\abgelegt. Geben Sie vertrauliche Inhalte nur kontrolliert weiter.
Setup.exe /Action=RunDiscovery Der Befehlsweg erstellt denselben Ermittlungsbericht. Führen Sie ihn nur aus einem unveränderten, zur SQL-Server-Version passenden Microsoft-Installationsmedium aus.
SSMS-Version und SQL-Server-Version nicht verwechseln
- SQL Server Management Studio
- Ist das getrennt installierte Verwaltungsprogramm. Die unter „Hilfe“ beziehungsweise „Info“ angezeigte SSMS-Version sagt nicht, welche Datenbank-Engine auf dem Server installiert ist.
- SQL Server-Datenbank-Engine
-
Ist der eigentliche Serverdienst mit Instanzen, Datenbanken und
Edition. Dessen Version wird über
SERVERPROPERTYoder@@VERSIONermittelt. - Windows beziehungsweise Windows Server
- Ist das Betriebssystem des Hosts. Windows-Version, SSMS-Version und SQL-Server-Version sind drei getrennte Angaben.
Häufige Missverständnisse und Prüffehler
- SSMS zeigt eine andere Versionsnummer als SQL Server
- Das ist regulär. SSMS und Datenbank-Engine sind getrennte Produkte mit eigenen Versionen und Updatezyklen.
- InstanceName ist leer
-
Bei einer Standardinstanz ist
NULLder erwartete Wert. Bestätigen Sie dies zusätzlich über@@SERVICENAME = MSSQLSERVER. - ProductLevel zeigt RTM, obwohl Updates installiert wurden
-
Prüfen Sie
ProductUpdateLevelund vor allem die vollständigeProductVersion. Bei neueren Versionen bleibt ProductLevel häufig RTM, obwohl CUs installiert sind. - EngineEdition zeigt 3, erwartet wurde Evaluation
-
Der Wert 3 umfasst auch Enterprise und Developer. Nur die Spalte
Editionnennt die genaue installierte Edition. - Abfrage zeigt eine andere Edition als erwartet
-
Prüfen Sie zuerst
ServerAndInstance. Häufig wurde in SSMS versehentlich eine andere lokale oder entfernte Instanz ausgewählt. - SERVERPROPERTY und @@SERVERNAME unterscheiden sich
- Dies kann nach einer Umbenennung oder durch die gespeicherte Serverkonfiguration auftreten. Ändern Sie den registrierten SQL-Servernamen nicht vorschnell; prüfen Sie zuerst Anwendungen, Replikation, Cluster- und Verfügbarkeitskonfigurationen.
- Produktversion lässt sich nicht einer CU-Bezeichnung zuordnen
- Die Instanz kann sich auf einem GDR-, Service-Pack- oder anderen Wartungszweig befinden. Suchen Sie die exakte Buildnummer in der Microsoft-Versionsliste.
- Edition wird angezeigt, aber Lizenzstatus bleibt unklar
- Die Abfrage prüft die technische Edition und keinen Kaufbeleg, Lizenzvertrag oder Produktschlüsseltyp. Bewahren Sie Rechnung und Lizenzunterlagen getrennt auf.
Weitere SQL-Server-Hilfen
Offizielle Microsoft-Dokumentation
Microsoft dokumentiert Versionsabfragen, Servereigenschaften, Buildtabellen, Dienst- und Instanznamen sowie den lokalen Featureermittlungsbericht in getrennten technischen Artikeln.
SQL-Server-Version, Edition oder Instanz durch Keyprofi prüfen lassen
Ist die Ausgabe unklar oder weicht die installierte Edition von der erwarteten Edition ab, senden Sie uns bitte:
- Ihre Bestellnummer, sofern die Anfrage eine Keyprofi-Bestellung betrifft
- das installierte Windows beziehungsweise Windows Server
- die verwendete SSMS-Version
- die vollständige Ergebnistabelle der Diagnoseabfrage
-
die vollständige Ausgabe von
SELECT @@VERSION - Server- und Instanzname aus dem SSMS-Objekt-Explorer
- die erwartete Version und Edition
- die konkrete Frage oder vollständige Fehlermeldung
- einen ungeschnittenen Screenshot mit lesbarer Ergebnistabelle
- nur falls erforderlich die letzten fünf Zeichen des Produktschlüssels
E-Mail an den Keyprofi-Support


