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Keyprofi Hilfe · Microsoft SQL Server

SQL Server Management Studio installieren und Verbindung herstellen

SSMS installieren, den richtigen Server- und Instanznamen verwenden und lokale oder entfernte Verbindungen sicher konfigurieren

SQL Server Management Studio 22 SQL Server 2016 bis 2025 Standard- und benannte Instanz Windows- und SQL-Authentifizierung

SQL Server Management Studio (SSMS) ist das grafische Verwaltungsprogramm für Microsoft SQL Server. Damit können Sie sich mit einer vorhandenen Datenbank-Engine verbinden, Datenbanken verwalten, Abfragen ausführen und Servereinstellungen prüfen.

SSMS wird getrennt von SQL Server installiert. Es kann direkt auf dem Datenbankserver oder auf einem administrativen Windows-PC eingerichtet werden. Für eine erfolgreiche Verbindung müssen Server- und Instanzname, Anmeldeverfahren, Netzwerkprotokoll, Port, Firewall und Zertifikatsprüfung zusammenpassen.

SSMS 22 installieren Instanznamen richtig eingeben Authentifizierung auswählen Remoteverbindung einrichten
SSMS ist kein SQL-Server-Dienst Die Installation von SSMS installiert oder aktiviert keine Datenbank-Engine

SSMS benötigt keinen eigenen Produktschlüssel. Das Programm stellt lediglich die Verwaltungsoberfläche bereit. Auf dem Zielserver muss bereits eine erreichbare SQL-Server-Instanz vorhanden und der zugehörige Datenbankmoduldienst gestartet sein.

Remotezugriff absichern SQL Server nicht ungeschützt aus dem Internet erreichbar machen

Öffnen Sie SQL-Server-Ports nur für erforderliche interne Netze, Administrationsgeräte oder eine geschützte VPN-Verbindung. Eine pauschale Freigabe für alle Quellen oder eine direkte Portweiterleitung aus dem Internet ist kein geeigneter Administrationsweg.

Passenden Verbindungsweg auswählen

Vor der SSMS-Installation und Verbindung prüfen

  1. Vorhandene SQL-Server-Instanz bestätigen

    Öffnen Sie auf dem Datenbankserver den SQL Server-Konfigurations-Manager und prüfen Sie unter „SQL Server-Dienste“, ob eine Instanz wie SQL Server (MSSQLSERVER) oder SQL Server (INSTANZNAME) vorhanden ist.

  2. Datenbankmoduldienst starten

    Der Dienst der gewünschten Instanz muss den Status „Wird ausgeführt“ anzeigen. Ein beendeter Dienst kann weder lokal noch über das Netzwerk erreicht werden.

  3. Computer- und Instanznamen notieren

    Notieren Sie den Windows-Computernamen des Servers und bei einer benannten Instanz zusätzlich den Namen in den Klammern des SQL-Dienstes.

  4. Zugelassenes Administratorkonto bereithalten

    Verwenden Sie ein Windows-Konto, dem in SQL Server ein Login und die erforderlichen Rechte erteilt wurden. Eine SQL-Anmeldung funktioniert nur, wenn der gemischte Authentifizierungsmodus aktiv und das Login vorhanden ist.

  5. Windows aktualisieren und ausstehenden Neustart abschließen

    Installieren Sie aktuelle Windows-Updates und starten Sie den Computer neu, bevor Sie den SSMS-Installer ausführen.

SQL Server Management Studio 22 installieren

Die aktuelle SSMS-Version wird über den Visual Studio Installer installiert. Der von Microsoft bereitgestellte Bootstrapper heißt vs_SSMS.exe; eine eigenständige MSI-Datei ist für SSMS 22 nicht vorgesehen.

  1. Offizielle Microsoft-Downloadseite öffnen

    Laden Sie SSMS ausschließlich über die offizielle Microsoft-Seite herunter. Dadurch erhalten Sie den aktuellen und digital signierten Installer.

  2. vs_SSMS.exe als Administrator starten

    Bestätigen Sie die Benutzerkontensteuerung. Der Bootstrapper öffnet beziehungsweise aktualisiert zuerst den Visual Studio Installer.

  3. Installationsumfang kontrollieren

    Für die normale SQL-Server-Verwaltung genügt die vorgesehene SSMS-Installation. Ergänzen Sie optionale Komponenten oder Sprachpakete nur, wenn diese tatsächlich benötigt werden.

  4. Installation ausführen

    Wählen Sie „Installieren“ und lassen Sie den Vorgang vollständig abschließen. Führen Sie einen verlangten Windows-Neustart durch.

  5. SSMS über das Startmenü öffnen

    Suchen Sie nach „SQL Server Management Studio“. Eine Anmeldung mit einem Microsoft-Konto ist für die lokale Verwaltung einer SQL-Server-Instanz nicht erforderlich.

Kompatibilität

SSMS 22 kann SQL Server 2014 und neuere Versionen verwalten. Für die in diesem Hilfezentrum behandelten SQL-Versionen 2016 bis 2025 ist daher grundsätzlich die aktuelle SSMS-Version geeignet. Anwendungsspezifische Vorgaben können dennoch eine bestimmte Toolversion verlangen.

Server- und Instanznamen richtig eingeben

Lokale Standardinstanz
localhost, . oder der Windows-Computername, beispielsweise SQLSERVER01
Entfernte Standardinstanz
Computername oder DNS-Name, beispielsweise SQLSERVER01 oder sqlserver01.firma.local
Lokale benannte Instanz
localhost\INSTANZNAME oder .\INSTANZNAME
Entfernte benannte Instanz
SERVERNAME\INSTANZNAME, beispielsweise SQLSERVER01\WARENWIRTSCHAFT
Verbindung über festen TCP-Port
tcp:SERVERNAME,PORT, beispielsweise tcp:SQLSERVER01,51433
Verbindung über IP-Adresse und Port
tcp:192.168.10.20,51433. Für eine dauerhaft sichere Zertifikatsprüfung ist ein passender DNS-Name jedoch meist besser geeignet als eine reine IP-Adresse.
MSSQLSERVER nicht als Instanznamen eingeben

Der Dienstname SQL Server (MSSQLSERVER) steht für die Standardinstanz. Bei der Verbindung wird nur der Computername verwendet. Die Eingabe SERVERNAME\MSSQLSERVER ist daher normalerweise falsch.

Erste lokale Verbindung mit SSMS herstellen

  1. SQL Server Management Studio starten

    Beim ersten Start öffnet sich gewöhnlich das Verbindungsfenster. Andernfalls wählen Sie im Objekt-Explorer „Verbinden“ und anschließend „Datenbankmodul“.

  2. Servertyp „Datenbankmodul“ auswählen

    Die SQL-Datenbank-Engine wird in SSMS als „Datenbankmodul“ beziehungsweise „Database Engine“ bezeichnet.

  3. Servernamen eintragen

    Verwenden Sie für eine lokale Standardinstanz zunächst localhost. Bei einer benannten Instanz verwenden Sie localhost\INSTANZNAME.

  4. Windows-Authentifizierung verwenden

    Wählen Sie nach Möglichkeit Windows-Authentifizierung. SSMS verwendet dann das aktuell angemeldete Windows-Konto. Dieses Konto muss in SQL Server als Login zugelassen sein.

  5. Verschlüsselungseinstellungen kontrollieren

    Aktuelle SSMS-Versionen verwenden standardmäßig eine verpflichtende Verschlüsselung und prüfen das Serverzertifikat. Lassen Sie „Serverzertifikat vertrauen“ zunächst deaktiviert.

  6. „Verbinden“ auswählen

    Nach erfolgreicher Anmeldung zeigt der Objekt-Explorer die Instanz und ihre Datenbanken. Schlägt bereits die lokale Verbindung fehl, beheben Sie zuerst Dienst-, Instanznamen-, Anmelde- oder Zertifikatsprobleme, bevor Sie den Remotezugriff konfigurieren.

Windows- oder SQL-Server-Authentifizierung auswählen

Windows-Authentifizierung
Verwendet das angemeldete Windows- beziehungsweise Domänenkonto. Dieses Verfahren ist für interne Administrationszugriffe in der Regel vorzuziehen, weil kein separates SQL-Kennwort in SSMS eingegeben werden muss.
SQL-Server-Authentifizierung
Verwendet ein in SQL Server angelegtes Login und Kennwort. Sie funktioniert nur im gemischten Authentifizierungsmodus und nur mit einem aktivierten, berechtigten SQL-Login.
Microsoft-Entra-Authentifizierung
Steht für entsprechend konfigurierte SQL-Server-2022- und neuere Umgebungen sowie Azure-SQL-Dienste zur Verfügung. Sie ersetzt nicht automatisch eine lokale Windows- oder SQL-Anmeldung.
Windows-Anmeldung über das Netzwerk

Bei einer entfernten Windows-Authentifizierung muss SQL Server das verwendete Windows-Konto oder eine zugehörige Domänengruppe erkennen. In Arbeitsgruppen oder zwischen Domänen ohne Vertrauensstellung kann eine technisch erreichbare Instanz die Anmeldung deshalb trotzdem ablehnen. Verwenden Sie dann ein abgestimmtes Windows-Konto oder ein eigens berechtigtes SQL-Login, nicht pauschal das Konto sa.

Das Konto „sa“ nicht unnötig aktivieren

Für die normale Administration ist kein pauschal aktiviertes sa-Konto erforderlich. Verwenden Sie nach Möglichkeit personengebundene Windows-Konten oder separate SQL-Logins mit nur den tatsächlich benötigten Berechtigungen.

Zertifikatsmeldung beim Verbinden richtig behandeln

Aktuelle SSMS-Versionen verwenden im Verbindungsdialog standardmäßig die Verschlüsselungsstufe „Obligatorisch“ beziehungsweise „Mandatory“. Gleichzeitig ist „Serverzertifikat vertrauen“ standardmäßig deaktiviert. Dadurch werden selbstsignierte, abgelaufene, nicht vertrauenswürdige oder namentlich unpassende Zertifikate sichtbar.

Zertifikatkette nicht vertrauenswürdig
Der Client vertraut der ausstellenden Zertifizierungsstelle nicht oder SQL Server verwendet lediglich ein selbst erzeugtes Fallbackzertifikat.
Zielprinzipalname ist falsch
Der in SSMS verwendete Servername stimmt nicht mit dem Common Name oder Subject Alternative Name des Zertifikats überein. Dies tritt häufig bei IP-Adressen, Kurz- und Aliasnamen auf.
Zertifikat abgelaufen
Das auf dem SQL-Server konfigurierte Zertifikat muss erneuert und anschließend der SQL-Server-Dienst kontrolliert neu gestartet werden.
  1. Verwendeten Servernamen prüfen

    Verwenden Sie möglichst den DNS-Namen, der im Zertifikat als CN oder SAN hinterlegt ist. Ein Wechsel von FQDN zu IP-Adresse behebt eine Namensabweichung normalerweise nicht sicher.

  2. Vertrauenswürdiges Serverzertifikat bereitstellen

    Für eine dauerhafte produktive Lösung benötigt SQL Server ein geeignetes Zertifikat. Die ausstellende Stamm- und Zwischenzertifizierungsstelle muss auf den Clients als vertrauenswürdig gelten.

  3. „Serverzertifikat vertrauen“ nur kontrolliert verwenden

    Das Aktivieren dieser Option kann in einem geschützten Test- oder lokalen Administrationsszenario bestätigen, dass die Verbindung ausschließlich an der Zertifikatsprüfung scheitert. Die Option umgeht jedoch die Identitätsprüfung des Servers und ist kein gleichwertiger Ersatz für ein korrektes Zertifikat.

Nicht nur die Warnung abschalten

Stellen Sie die Verschlüsselung nicht ungeprüft auf „Optional“ und aktivieren Sie das Vertrauen in ein unbekanntes Zertifikat nicht dauerhaft, nur um eine Fehlermeldung zu beseitigen. Prüfen Sie zuerst Servername, Zertifikat, Vertrauenskette und Netzwerkumgebung.

Entfernte Verbindung systematisch einrichten

  1. Lokale Verbindung auf dem Server testen

    Verbinden Sie sich zuerst lokal mit derselben Instanz. Wenn bereits das scheitert, liegt das Problem nicht ausschließlich an Netzwerk oder Firewall.

  2. TCP/IP für die richtige Instanz aktivieren

    Öffnen Sie den SQL Server-Konfigurations-Manager und wählen Sie „SQL Server-Netzwerkkonfiguration“ → „Protokolle für INSTANZNAME“. Aktivieren Sie dort TCP/IP.

  3. SQL-Server-Dienst neu starten

    Die Änderung des Netzwerkprotokolls wird erst nach einem Neustart des zugehörigen Dienstes SQL Server (INSTANZNAME) wirksam.

  4. Tatsächlichen TCP-Port bestimmen

    Verlassen Sie sich nicht pauschal auf Port 1433. Die Standardinstanz verwendet häufig 1433, kann aber abweichend konfiguriert sein. Benannte Instanzen verwenden standardmäßig häufig dynamische Ports.

  5. Firewall gezielt freigeben

    Erstellen Sie auf dem SQL-Server eine eingehende Regel für den tatsächlich verwendeten TCP-Port. Begrenzen Sie die Freigabe auf erforderliche Profile, Quellnetze oder Administrationscomputer.

  6. Verbindung vom Client mit Servername und Port testen

    Verwenden Sie zum eindeutigen Test tcp:SERVERNAME,PORT. Funktioniert diese Eingabe, aber SERVERNAME\INSTANZNAME nicht, liegt das Problem meist bei SQL Server Browser, UDP 1434, Instanzausblendung oder Namensauflösung.

SQL Server-Konfigurations-Manager öffnen

Der SQL Server-Konfigurations-Manager ist ein MMC-Snap-In und wird in neueren Windows-Versionen nicht immer als eigenständige App angezeigt. Öffnen Sie „Ausführen“ mit Windows-Taste + R und verwenden Sie den zur installierten SQL-Hauptversion passenden Befehl:

SQL Server 2025
SQLServerManager17.msc
SQL Server 2022
SQLServerManager16.msc
SQL Server 2019
SQLServerManager15.msc
SQL Server 2017
SQLServerManager14.msc
SQL Server 2016
SQLServerManager13.msc
Mehrere SQL-Versionen installiert

Verwenden Sie den Konfigurations-Manager der neuesten auf dem Computer installierten SQL-Server-Hauptversion und kontrollieren Sie sorgfältig, dass Netzwerkprotokoll und Dienst der richtigen Instanz geändert werden.

Festen Port oder SQL Server Browser verwenden

Standardinstanz mit festem Port
Der Client verbindet sich direkt über den bekannten TCP-Port. SQL Server Browser ist dafür nicht erforderlich.
Benannte Instanz mit dynamischem Port
SQL Server Browser teilt dem Client über UDP 1434 mit, welchen TCP-Port die angeforderte Instanz aktuell verwendet.
Benannte Instanz mit festem Port
Der Port bleibt nach Neustarts vorhersehbar. Wird er im Verbindungsnamen ausdrücklich als tcp:SERVERNAME,PORT angegeben, kann SQL Server Browser in vielen einfachen Umgebungen deaktiviert bleiben.
  1. TCP/IP-Eigenschaften öffnen

    Öffnen Sie im SQL Server-Konfigurations-Manager unter „Protokolle für INSTANZNAME“ die Eigenschaften von TCP/IP und wechseln Sie zur Registerkarte „IP-Adressen“.

  2. Konfiguration unter „IPAll“ prüfen

    Bei „Alle überwachen“ beziehungsweise „Listen All = Yes“ sind insbesondere die Felder „Dynamische TCP-Ports“ und „TCP-Port“ im Abschnitt IPAll maßgeblich.

  3. Für einen festen Port dynamische Portangabe entfernen

    Entfernen Sie die dynamische Portangabe und tragen Sie einen freien, mit Ihrer Netzwerkadministration abgestimmten Port in „TCP-Port“ ein. Verwenden Sie nicht unkontrolliert einen Port, der bereits von einem anderen Dienst belegt ist.

  4. SQL-Server-Dienst neu starten

    Die Instanz verwendet den neuen Port erst nach dem Neustart des Datenbankmoduldiensts. Passen Sie anschließend Firewall, SSMS-Verbindung und Verbindungszeichenfolgen der Anwendungen an.

Windows-Firewall für SQL Server gezielt konfigurieren

  • den tatsächlich verwendeten TCP-Port der SQL-Instanz ermitteln
  • eingehende TCP-Regel auf dem Datenbankserver erstellen
  • Regel nur für erforderliche Domänen-, private oder ausdrücklich abgestimmte Netzwerkprofile aktivieren
  • Quelladressen auf vertrauenswürdige Netze oder Administrationsgeräte begrenzen
  • UDP 1434 nur öffnen, wenn SQL Server Browser tatsächlich für die Instanzauflösung verwendet wird
  • bei vorgeschalteten Netzwerkfirewalls dieselben Ports und Quellnetze berücksichtigen
Port 1433 ist kein allgemeiner Automatismus

Die Standardinstanz verwendet häufig TCP 1433. Benannte Instanzen verwenden jedoch oft dynamische oder individuell festgelegte Ports. Öffnen Sie nur den Port, auf dem die konkrete Instanz tatsächlich lauscht.

Verbindung und ausgewählte Instanz prüfen

Öffnen Sie nach erfolgreicher Verbindung in SSMS ein neues Abfragefenster und führen Sie folgende Abfrage aus:

SELECT SERVERPROPERTY('ServerName') AS ServerName, SERVERPROPERTY('MachineName') AS MachineName, SERVERPROPERTY('InstanceName') AS InstanceName, SERVERPROPERTY('Edition') AS Edition, SERVERPROPERTY('ProductVersion') AS ProductVersion, SYSTEM_USER AS LoginName, ORIGINAL_LOGIN() AS OriginalLogin, CONNECTIONPROPERTY('net_transport') AS NetworkProtocol, CONNECTIONPROPERTY('local_tcp_port') AS LocalTcpPort;
ServerName
Zeigt den SQL-Server- und gegebenenfalls Instanznamen, mit dem die Datenbank-Engine sich selbst identifiziert.
InstanceName
Ist bei einer Standardinstanz leer beziehungsweise NULL und enthält bei einer benannten Instanz deren Namen.
LoginName und OriginalLogin
Zeigen, unter welchem Konto die aktuelle Sitzung angemeldet ist.
NetworkProtocol
Zeigt beispielsweise Shared memory bei einer lokalen oder TCP bei einer TCP/IP-Verbindung.
LocalTcpPort
Zeigt bei einer TCP-Verbindung den verwendeten Serverport. Bei einer Verbindung über Shared Memory kann der Wert leer sein.

Häufige SSMS- und Verbindungsprobleme

SSMS ist nach der SQL-Server-Installation nicht vorhanden
SSMS ist kein automatischer Bestandteil der Datenbank-Engine. Installieren Sie es separat über die offizielle Microsoft-Seite.
Fehler 26 oder instanzspezifischer Netzwerkfehler
Server- und Instanznamen, SQL-Server-Dienst, TCP/IP, Port, SQL Server Browser und Firewall prüfen. Testen Sie anschließend ausdrücklich mit tcp:SERVERNAME,PORT.
Fehler 40 oder Server nicht gefunden
Instanz ist nicht erreichbar oder verwendet ein anderes Protokoll beziehungsweise einen anderen Port. Prüfen Sie zuerst die lokale Verbindung und danach Netzwerk und Firewall.
Login failed for user / Fehler 18456
Authentifizierungsart, Loginname, Kennwort, Kontostatus, gemischten Modus und erteilte SQL-Berechtigungen prüfen. Der Netzwerkweg kann bereits funktionieren, obwohl die Anmeldung abgewiesen wird.
Zertifikatkette wurde von einer nicht vertrauenswürdigen Stelle ausgestellt
Serverzertifikat, ausstellende Zertifizierungsstelle und Vertrauensspeicher des Clients prüfen. „Serverzertifikat vertrauen“ nur kontrolliert zur Diagnose verwenden.
Lokale Verbindung funktioniert, entfernte Verbindung nicht
TCP/IP, SQL-Dienstneustart, tatsächlichen Port, Windows- und Netzwerkfirewall, DNS-Auflösung und gegebenenfalls SQL Server Browser kontrollieren.
Verbindung über Port funktioniert, Instanzname jedoch nicht
SQL Server Browser ist beendet, UDP 1434 wird blockiert oder die Instanz ist ausgeblendet. Verwenden Sie alternativ dauerhaft einen festen Port in der Verbindungszeichenfolge.
SSMS-Installation bricht ab
Windows-Updates, freien Speicherplatz, Administratorrechte, Visual Studio Installer und ausstehenden Neustart prüfen. Bereits vorhandene Visual-Studio- oder SSMS-Installationen können den gemeinsamen Installer beeinflussen.

Weitere SQL-Server-Hilfen

Offizielle Microsoft-Dokumentation

Microsoft dokumentiert Installation, Verbindungsdialog, Server- und Instanznamen, Netzwerkprotokolle, Ports, SQL Server Browser, Firewall und Zertifikatsanforderungen in getrennten technischen Abschnitten.

SSMS-Installation oder SQL-Verbindung durch Keyprofi prüfen lassen

Schlägt die SSMS-Installation oder Verbindung trotz vollständiger Prüfung fehl, senden Sie uns bitte:

  • Ihre Bestellnummer, sofern die Anfrage eine Keyprofi-Bestellung betrifft
  • die installierte SQL-Server-Version und Edition
  • das installierte Windows beziehungsweise Windows Server
  • die installierte SSMS-Version
  • lokale oder entfernte Verbindung
  • Servername, Instanzname und genaue Eingabe im SSMS-Feld „Servername“
  • Windows- oder SQL-Server-Authentifizierung
  • Status des SQL-Server-Diensts
  • Status von TCP/IP und verwendeten TCP-Port
  • Status des SQL Server Browser-Diensts, sofern verwendet
  • den vollständigen Fehlercode und Wortlaut der Meldung
  • einen ungeschnittenen Screenshot der vollständigen Meldung
E-Mail an den Keyprofi-Support
Screenshot manuell als Anhang hinzufügen

Anhänge werden nicht automatisch in die E-Mail eingefügt. Fehlermeldung, Servername und Verbindungsdialog müssen vollständig lesbar sein. SQL-Kennwörter, vollständige Produktschlüssel und vertrauliche Daten dürfen nicht sichtbar sein. Falls ein Produktschlüssel für die Einordnung relevant ist, genügen die letzten fünf Zeichen.

Scheitert nicht die SSMS-Verbindung, sondern bereits die eigentliche SQL-Server-Installation, fügen Sie zusätzlich Summary.txt und gegebenenfalls Detail.txt aus dem jüngsten SQL-Setup-Protokollordner hinzu. Bei einem reinen Verbindungsproblem sind diese Setupprotokolle normalerweise nicht aussagekräftig.

Kurz zusammengefasst SSMS separat installieren, Instanz eindeutig angeben und Netzwerkfreigaben gezielt konfigurieren

Installieren Sie SSMS 22 über den offiziellen Microsoft-Bootstrapper und testen Sie zuerst eine lokale Verbindung mit Windows-Authentifizierung. Verwenden Sie bei einer benannten Instanz SERVERNAME\INSTANZNAME. Für entfernte Verbindungen aktivieren Sie TCP/IP, starten den SQL-Dienst neu, bestimmen den tatsächlichen Port und öffnen die Firewall nur für vertrauenswürdige Quellen. Behandeln Sie Zertifikatsmeldungen nicht durch eine pauschale dauerhafte Umgehung der Serveridentitätsprüfung.

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